
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Freilichtmuseums Bad Sobernheim fand am 12. und 13. Juli 2025 eine bemerkenswerte Premiere statt. Unter dem Titel „Funkenschlag“ versammelten sich auf Initiative von Volker Priewe und Alexander Storck 27 Schmiede, deren Schwerpunkt auf der Arbeit in Museen liegt, zu einem intensiven Fachaustausch.
Anders als bei allgemeinen Treffen lag der Fokus gezielt auf den besonderen Anforderungen der Museumsschmiedekunst, wie der sicheren und verständlichen Vermittlung von Schmiedeprozessen in kürzester Zeit. Die Veranstaltung bot ein spezialisiertes Forum für den Austausch über Didaktik und neue Techniken, der im Betriebsalltag oft zu kurz kommt.
Als zentrales Gemeinschaftsprojekt entstand ein „Schmiedebaum“, bei dem jeder Teilnehmer sein geschmiedetes Erkennungszeichen in eine historische Mühlradwelle trieb. Dieses Kunstwerk wurde symbolträchtig an den Bürgermeister übergeben und verbleibt als wachsendes Symbol für die Lebendigkeit des Handwerks im Museum.
Die Bedeutung des Treffens für die Branche wurde durch die starke Präsenz von Mitgliedern des IFGS unterstrichen. Auch IFGS-Präsident Thomas-Maria Schmidt war persönlich vor Ort, um das Engagement zu würdigen. Ein besonderer Blickfang war zudem die als Leihgabe ausgestellte Skulptur des 4. Internationalen Jungschmiedetreffens 2023, die als starkes Symbol für die Nachwuchsförderung und internationale Zusammenarbeit diente.
Der „Funkenschlag“ 2025 war laut Organisatoren und Teilnehmern der erfolgreiche Startschuss für eine neue, wiederkehrende Veranstaltungsreihe, die künftig deutschlandweit in verschiedenen Museen stattfinden soll, um den Austausch unter Museumsschmieden nachhaltig zu fördern.
